40 Jahre KLOTZ

07.10.2019 14:47

KLOTZ feiert 2019 40-jähriges Bestehen. In der neuen Ausgabe von das musikinstrument blicken wir auf die Firmenhistorie und geben Einblick in die Produktion.

Seit 1979 steht die Firma KLOTZ mit ihrem Namen in der internationalen Audio- und Video-Welt für Kabelprodukte in höchster Qualität. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Vaterstetten bei München setzt auf die eigene moderne Produktion in Vilchband bei Würzburg. Angefangen in einem ehemaligen Schulgebäude hat KLOTZ AIS die dortige Produktion sukzessive ausgebaut. Heute führt das Unternehmen in seinem Programm mehr als 6.500 Artikel im B2B-Onlineshop. Zudem bietet die KLOTZ AIS Manufaktur kundenspezifische Sonderanfertigungen an, wie beispielsweise nach Kundenwünschen bestückte Multicore-Systeme.

Die KLOTZ AIS GmbH zählt weltweit zu den führenden Unternehmen in der Konstruktion, Produktion und Konfektion von Audio-, Video-, Multimedia- und Fiber-Optic-Kabeln. Die Produkte werden von Vermietfirmen, Tonstudios, Fernsehsendern, Theatern, Stadien, Arenen und sogar auf Kreuzfahrtschiffen eingesetzt. Zudem bietet KLOTZ AIS zu den Kabeln passende, maßgeschneiderte Systemlösungen für Anschlusstechnik an. Neben der Pro-Audio- und -Video- Industrie ist KLOTZ AIS mit seinen Instrumenten- und Audio-Kabeln bei mehr als 2.500 Fachhändlern auf der ganzen Welt vertreten. Vom kleinen Einzelhändler bis hin zum Megastore ist KLOTZ AIS im Musikalienfachhandel präsent. Der Amateurmusiker, wie auch internationale Top-Stars verlassen sich täglich auf hochwertige Produkte der KLOTZ AIS.

Seit 2005 hat das Unternehmen rund 2,15 Millionen Gitarrenkabel verkauft. Insgesamt produziert KLOTZ AIS rund 10 Millionen Meter Kabel pro Jahr und hat rund 2,4 Millionen Meter Kabel permanent auf Lager. Der Produktionsweg aller Kabel beginnt in der Produktion in Vilchband auf großen Spulen. Im Schnitt befinden sich rund drei Kilometer Kabel auf den Trommeln. Diese werden standardmäßig auf 100-Meter-Trommeln umgespult – zur Weiterverarbeitung oder direkt für Kunden wie Distributoren und Installateure von Großprojekten, die Meterware bestellen. Die Kabel werden dabei durch eine Maschine aufeinander abgestimmt, simultan von der einen Rolle aktiv abgerollt und auf die kleinere Trommel aufgerollt. Der Vorgang ist damit spannungsfrei und das Kabel wird keiner unnötigen Zugbelastung ausgesetzt. Dies stellt die schonendste Art dar, die Kabel umzuspulen. Nach dem Zuschnitt folgt die Bestückung der Kabel mit den Steckverbindern. Kleinere Zuschnitte, beispielsweise für Instrumentenkabel, werden bei den Mitarbeitern bereits auf den für die Verpackung richtigen Umfang aufgerollt angeliefert.

In diese Abteilung hat KLOTZ AIS erst im vergangenen Jahr investiert. Die neuen Arbeitsplätze sind unter anderem mit heller moderner LED-Beleuchtung ausgestattet. Das Unternehmen ist stets darauf bedacht in die bestmögliche Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter zu investieren, denn für die hohe Produktqualität sind die Arbeitsbedingungen essenziell. Durch diese Philosophie resultiert auch eine lange Betriebszugehörigkeit zahlreicher Mitarbeiter. Der stabile Personalstamm trägt so ebenfalls zum hohen Qualitätsniveau bei. Darüber hinaus investiert KLOTZ AIS regelmäßig in die Modernisierung der Produktionshallen und den Maschinenpark. Zuletzt wurden gleich zwei Hallen komplett neuausgestattet. Schwarzstrahlheizungen, neue Fertigungsstraßen mit Transportbändern und eine weitere Automation von Arbeitsschritten sorgen für ein verbessertes und ergonomischeres Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter. Das Abisolieren der Kabel geschieht so auch maschinell. Dies bietet den Vorteil einer gleichbleibenden Präzision bei einer Entlastung des Personals. Die Maschine liefert rund um die Uhr die gleiche Qualität. Für jedes Produkt sind dazu die entsprechenden Einschnitttiefen und -längen hinterlegt, die die Mitarbeiter über das elektronische System, dem BDE-Melder, abrufen können. Anschließend geht es zum Löten. Die Lötarbeitsplätze, die im Zweischichtbetrieb besetzt sind, sind mit Lötgeräten mit automatischer Zinnzufuhr ausgestattet. Dies ermöglicht es den Mitarbeitern beim Löten das Kabel zu halten. Standard-Kabel besitzen zwei Lötpunkte. Der absolute Top-Seller von KLOTZ AIS, der KIK-Klinkenstecker, besitzt nur einen Lötpunkt. Er wird zunächst maschinell gepresst beziehungsweise vercrimpt und anschließend verlötet. Der Vorteil: Die Auszugskraft wird erhöht auf rund 180 Newtonmeter, was 18 Kilogramm entspricht. Auch der KIK-Stecker wird komplett in Deutschland gefertigt. Neben dieser und anderen Eigenentwicklungen, wie einem XLR-Stecker, der Platz für individuelle Gravuren lässt und ausschließlich gelötet wird, setzt KLOTZ AIS auch auf verschiedene namhafte Zulieferer wie beispielsweise Neutrik.

Im nächsten Schritt werden die Stecker verschraubt. Statt die immense Menge an Kabeln von Hand zu verschrauben, werden sie maschinell gepresst. Das System hat KLOTZ AIS ebenfalls selbst entwickelt. Durch die pneumatische Pressung lassen sich die Stecker aus Garantiegründen nur noch mit Werkzeug öffnen. Zum Abschluss wird jedes einzelne Kabel aus der Produktion geprüft. Das Messsystem prüft auf Verpolung, Unterbrechung und Kabelbruch. Hierfür sind im System für jeden Artikel Artikelnummer, Länge und die entsprechenden Widerstandswerte hinterlegt. Wird ein Fehler festgestellt, geht das Kabel zurück in die Produktion zur Reparatur und wird dann erneut geprüft. Nach dem Verpacken sind die Kabel versandfertig und werden nach dem FIFO-Prinzip (First-In-First-Out) im Lager einsortiert. Auch beim Verpackungs-Design steht die Entwicklung bei KLOTZ AIS nicht still. Brandneu ist beispielsweise die Premade-Verpackung für das TITANIUM walnut Gitarrenkabel. Bei der Kommissionierung der Aufträge erhalten die Lager Mitarbeiter ebenfalls digitale Unterstützung. Das moderne Lagersystem leitet die Lageristen Wegeoptimiert an.

Mehr zur modernen Produktion und zur Geschichte von KLOTZ lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von das musikinstrument.

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