Cyberangriffe auf Flugzeuge

17.02.2017 16:55

Scharfmacher auf beiden Seiten des Atlantiks sind nicht nur dabei, einen neuen Kalten Krieg herbeizureden. Sie unternehmen auch sehr praktische Schritte. Dazu gehören Cyberangriffe, die übrigens keineswegs eine Erfindung Russlands sind. In Zukunft könnte eine entsprechende Gefahr sogar von terroristischen Organisationen ausgehen.

Mit der Frage nach der Sicherheit des zivilen Luftverkehrs gegenüber der digitalen Gefahr befasst sich jetzt auch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA. Können Hacker in Navigationssysteme, Flugsicherungsrechner oder die Steuerung der Flugzeuge eindringen? Die gute Nachricht lautet, der EASA sind keine vergangenen oder laufenden erfolgreichen Cyberattacken bekannt. Es existieren zwar entsprechende Behauptungen einzelner Sicherheitsforscher, in sozialen Netzwerken oder in der Presse. Bisher gebe es aber keine „Beweise für eine erfolgreiche Beeinträchtigung von Flugzeugsystemen“, so die EASA. Auch Flugzeughersteller wie Airbus oder Boeing gehen davon aus, dass ihre sicherheitsrelevanten Systeme hinreichend geschützt sind.

Dennoch lässt die EASA Cyber-Sicherheitsrisiken jetzt vom italienischen Unternehmen Qascom genauer untersuchen. Auch Fluggesellschaften sind an einer verbesserten Cybersicherheit interessiert. Bei United Airlines gibt es beispielsweise schon länger ein Programm, bei dem Hacker eine Belohnung erhalten, wenn sie Schwachstellen ausfindig machen und melden.

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