Einstieg in die Champions League

11.04.2019 09:53

   

Die Mischung aus afrikanischem Mahagoni- und Birken-Holz ist der Garant für dunkle und warme Töne, mit viel Druck und einer gehörigen Portion Resonanz. Die Gratung wurde nach Innen im 45-Grad-Winkel geschnitten und mit einem 60 Grad steilen Gegenschnitt versehen. Dieses Konstruktionsprinzip findet auch in der Masterworks-Serie Verwendung. Es hebt die Tiefen und Mitten an und sorgt für ein ausgeprägtes Decay. Die stimmstabilen RL-10- und RL-20-Lugs der Session-Studio-Select-Drums wurden bereits in der SRX-Serie verbaut und sind ein weiterer Verweis auf die edle Herkunft der Session-Select-Drums. Ebenso wie die der Masters-Serie entliehenen LB- und LG-40-Floor-Tom-Brackets und die der Masters-Maple-Serie entliehenen SP-30-Bass-Drum-Spurs. Das altbewährte Opti-Mount-System, 2,3 Millimeter starke Super-Hoops II und Remo-UT-Felle komplettieren den gelungenen Übergang von der Mittel- in die Oberklasse, welchen die Drums der Studio-Select-Serie darstellen.

Weißes Nikotin

Unser Test-Set ist mit einer Delmar-Folie in Nicotine White Marine Pearl bestückt. Neben dem Folien-Finish bietet Pearl auch zwei Lack-Finishes an, wobei es keinen Preisunterschied gibt. Vier vorkonfigurierte Sets stehen derzeit zur Verfügung. Angefangen vom klassischen Be-Bop-Set mit einer 18 x 14 Zoll großen Bass-Drum bis hin zur Rock-Bude mit einer 24 Zoll großen Bass-Wumme. Den goldenen Mittelweg beschreitet unser Testset mit einer 20 x 14 Zoll großen bass-Drum, Toms in 10 x 7 und 12 x 8 Zoll und einem Floor-Tom im 14 x 14 Zoll Square-Maß. Die bass-Drum überzeugt mit viel Druck und dunklen Tonanteilen, die sich auch im Sustain noch zeigen und so diesem Instrument eine lebhafte Note verpassen. Bestückt mit einem Remo Coated Emperor nimmt der Druck etwas ab und die Tonanteile sowie das Sustain kommen mehr zum Tragen.

Prince of Darkness

Die Toms bieten ebenfalls reichlich „Darkness“, sind aber in jeder Stimmlage mit genügend Ton und Sustain versehen, um nicht dumpf zu klingen. Beim Floor-Tom lässt sich jede Menge bass herauskitzeln, und das, obwohl es sich „nur“ um ein Modell mit 14 x 14 Zoll handelt. Die Querverweise, welche die Session-Studio-Select-Serie in Richtung Oberklasse-Drums machen, sind zahlreich. Bedenkt man nun noch den Preis, der für diese Schätzchen aufgerufen wird, kommt man schnell ins Grübeln, ob man nicht zuschlagen sollte. Egal, ob nun als Studio-Set oder als Gigging-Set für Rocker, Funker oder Jazzer. Hier gibt es viel Schlagzeug für einen überschaubaren Preis. Rechnet man noch einen Satz hochwertiger Felle ein, die diesem Set ein Mehr an Ton und Punch entlocken können, bewegt man sich immer noch unterhalb der „magischen“ 1500 Euro-Grenze.  

Peter Sausenthaler

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