Es werde Sound: Grundwissen PA-Systeme

18.03.2020 14:26

Hinweis: Diese Leseprobe stammt aus Teil 1 eines dreiteiligen PA-Specials. Alle drei Teile in voller Länge finden sich in SOUNDCHECK Ausgabe 4/2020.

Ab einer gewissen Konzerthäufigkeit wird das Ausleihen von PA-Equipment irgendwann zu teuer: Es hilft nichts: Eine eigene Beschallungsanlage muss her. Wir erklären in Teil 1 unseres dreiteiligen Specials zunächst die Komponenten einer PA.

Kaufentscheidungen für PA-Systeme muss man zwangsläufig nach Gehör treffen, denn für eine objektive Entscheidung ist das Zusammenspiel aller Komponenten eines Public-Adress-Systems einfach zu komplex. Keine Lautsprechermembran kann den für unser Hörfeld maßgeblichen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz gleichermaßen ausgewogen, kräftig, verzögerungsfrei und ohne nachzuschwingen übertragen, keine Frequenzweiche die Frequenzbereiche für die verschiedenen Treiber perfekt trennen. Kein Lautsprechergehäuse kann außerdem den Schall perfekt gleichmäßig richten und gleichzeitig hohe Schalldrücke ohne störende Resonanzen erzeugen. Demnach gibt es also kein perfektes System für alle Anwendungen. Beim PA-Kauf kommt es also ganz konkret darauf an, den optimalen Kompromiss zu finden – nicht nur beim Preis, sondern auch zwischen den einzelnen technischen Komponenten einer Anlage. Da es prinzipiell keine perfekten Lautsprecher geben kann, kommt es darauf an, die Komponenten geschickt miteinander zu kombinieren. So, dass sie sich mit all ihren partiellen Stärken und Schwächen zu einem möglichst harmonischen und stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. Hier erfolgreich zu sein, erfordert viel Erfahrung, Ausprobieren, Zuhören und Messen, führt aber im Idealfall zu großartigen Ergebnissen, die dem Ziel eines perfekten Lautsprechers immerhin recht nahekommen. Klangvolle Namen allein sagen also in Bezug auf die Eignung einer PA für individuelle Einsatzzwecke nur bedingt etwas aus – eher die „inneren Werte“, wie die technischen Daten und Bauart, sollten ausschlaggebend für eure Kaufentscheidung sein.
 
Aktive und passive PAs
Bei Beschallungsanlagen unterscheidet man aktive und passive Systeme. Das bedeutet zum einen PAs bei denen die Verstärker ins Lautsprechergehäuse eingebaut sind und zum anderen solche, bei denen die Endstufen in einem externen Rack untergebracht werden. Nicht zu verwechseln mit Systemen, die aktiv getrennt angefahren werden.
Die Trennung zwischen Subwoofer und Top-Box sollte bei hohem Qualitätsanspruch unbedingt aktiv erfolgen, sodass die Subwoofer und die Mittel-/Hochtöner von individuellen Endstufenkanälen versorgt werden. Vollständig passive Trennungen von Subwoofer und Tops fressen nämlich Leistung und sind kaum noch zeitgemäß. Die Pros und Kontras aktiver und passiver PAs rechtfertigen beide Konzepte auf Dauer. Am Ende wird aber doch deutlich, was für welchen Anwender das Beste ist...


Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen von PA-Systemen, Tipps zu ihrer Benutzung, sowie die Teile 2 und 3 unseres insgesamt 15-seitigen Specials zum Thema PA-Systeme findet ihr in SOUNDCHECK Ausgabe 4/2020, die ihr gleich hier im PPVMEDIEN-Onlineshop bestellen könnt.

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