Fender Jimmy Page Mirror Telecaster RW WBL

06.08.2019 15:28 | Gitarre

Fender Jimmy Page Mirror Telecaster RW WBL

Es gibt Gitarren, die schon beim Öffnen des Versandkartons einen Hauch ihres Mojos versprühen. In dieser elitären Kategorie ist die Replika von Jimmy Pages 1959er Fender Telecaster angesiedelt. Alleine die Geschichte (siehe Kasten) des Sechsaiters und ihre über die Jahre wechselnde äußere Erscheinung könnten ein ganzes Buch füllen. In enger Zusammenarbeit mit Zeppelin-Mastermind Page – der höchstpersönlich alle Entwicklungsschritte überwachte – und Fender ist dank neuester Messtechnik und exakter Materialakquise ein Instrument entstanden, dass dem Original in der Tat bis in das kleinste Detail gleicht.

Zeitloser Style

Befreit aus der Pappe darf sich der Vintage-Fender-Fan über ein chices G&G-Tweed-Case (selbstverständlich Made In USA) freuen. Im Gegensatz zu früheren Inkarnationen des klassischen Fender-Koffers ist der weiche Tweedbezug einer robusten Variante gewichen – ähnlich dem, der bei Bassman & Co. zum Einsatz kommt. Zusätzlich ist der Ledergriff mit einer sichtbaren Schweißnaht verstärkt und das Zubehörfach im Inneren mit einer neu designten Ziehlasche und einem zusätzlichen Verschluss versehen.

Das G&G-Case ist zweifelsohne die perfekte Präsentationsplattform für Pages Tele, die einen betörenden süßlichen Nitrolackduft verbreitet. Die Gitarre schlummert in ihrer Urform – also ohne Spiegelverzierung – im roten Samt des Koffers. In diesem Zustand verraten nur Jimmys Signatur auf der Rückseite der Kopfplatte und die mit selbiger Unterschrift versehene Halsplatte, dass es sich hier nicht einfach um eine „gewöhnliche“ 1959er Reissue handelt.

Vom herrlich gemaserten, zweiteiligen Eschekorpus, der Toploader-Bridge, dem einteiligen weißen Pickguard, dem Palisandergriffbrett, den vintagekorrekten Bundstäbchen, über das äragenaue Fender-Telecaster-Decal, den Pure-Vintage-LC-„S“-Fender-Deluxe-Stimmmechaniken, der Farbgebung des Ahornhalses, dem Knochensattel bis zum Tophat-Switch des Drei-Wege-Schalters – alles stimmt mit der legendären Vorlage überein. Ein besonderes Augen- oder besser Ohrenmerk gebührt den verbauten Einspulern. Sie sind das Herzstück des Sounds der Fender Jimmy Page Tele Mirror RW WBL. Um die Pickups so authentisch wie nur irgendwie möglich zu fertigen, wurden die Original-Tonabnehmer bis ins kleinste Detail analysiert und mit authentischen Werkstoffen reproduziert. Bei E-Gitarren ist die Holzkombination zwar für die eine oder andere Klangnuance bekannt – ausschlaggebend sind jedoch immer auch die Tonabnehmer, die in Kombination mit dem restlichen Instrument den Gesamtsound bestimmen.

Feines Case-Candy

Was wäre eine Sechsaitige mit soviel Geschichte auf dem Buckel ohne ein paar exquisite Dreingaben? Allen voran stehen hier natürlich die namensgebenden Spiegel (im schwarzen Kunst-ledertäschchen), zu denen praktischerweise eine gedruckte Klebeanleitung beiliegt. Ein weiterer Eyecatcher ist der Ace-Gurt. Dieser ist nach exakten Vorgaben der 60er- und 70er-Jahre-Modelle der Manufaktur von D‘Andrea gefertigt. Passend zum Vibe der Swinging Sixties darf  auch ein Spiralkabel nicht fehlen. Abgerundet werden die Zuckerl durch allerhand „Paperwork“ wie einem „Ceritificate Of Authenticity“ oder dem per Hand beschrifteten Hangtag der Fender-Mitarbeiter.

Neugierig geworden? Wie die Fender Jimmy Page Mirror Telecaster klingt und bewertet wurde, könnt ihr in guitar 08/2019 nachlesen. Den Link dazu findet ihr hier.

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