How to Pedalboard – So geht es richtig

26.03.2019 14:10 | Gitarre



Es gibt sie in unzähligen Varianten und mit den verschiedensten Signalwegen. Pedalboards, auch liebevoll Stressbretter genannt. Dabei geht’s allerdings genau um das Gegenteil von Stress. Sauber geplant und ordentlich zusammengefügt, lässt sich auch ohne Custom-Shop oder gar Bob Bradshaw ein anständiges und roadtaugliches Board zusammenstellen. Man kann natürlich auch wie seinerzeit Eddie van Halen seine Pedale auf ein Brett nageln und die Poti-Achsen absägen.

 

Wohin soll die Reise gehen?

An erster Stelle muss fast zwangsläufig die Frage nach der gewünschten Stilrichtung stehen, am besten gepaart mit einer – zumindest einigermaßen definierten Vorstellung der angepeilten Klangvielfalt. Dazu kommen die bereits vorhandenen Klangpfeiler Verstärker und Gitarre. Bevor es an die konkrete Bestückung des Boards geht, sollte man sich Gedanken über die Reigenfolge und die Platzierung der Effekte machen. Grundsätzlich ist weder das eine noch das andere in Stein gemeißelt, abhängig von eurer Anatomie (Links- oder Rechtshänder) und den gewünschten Soundmöglichkeiten haben sich aber ein paar Dinge bewährt.
 

Drei wichtige Tipps:

1. Rechtshänder beginnen ihre Signalkette am besten auf der rechten Seite des Boards, denn auch eure Buchse an der Gitarre und somit das Kabel befinden sich rechts. Ihr tretet also nicht ständig auf dem Kabel herum, was dessen Langlebigkeit bekanntlich positiv beeinflusst.

2. Pedale, die man häufig braucht, packt man in die vordere Reihe, Effekte, die man nur ab und an benötigt, werden in der oberen Reihe platziert.

3. Letztlich ist die Reihenfolge der Effekte nicht vorgeschrieben. Erlaubt ist, was gefällt! Man sollte aber die Funktionen der einzelnen Pedale bedenken. Da der Verstärker, in den das Signal geht, im Clean-Modus läuft, er quasi das Effektsignal nur laut macht, kann man ihn quasi als Endstufe betrachten. Folgerichtig werden sämtliche Overdrive Sounds mittels Pedalen erzeugt. Diese bilden somit quasi unsere Vorstufe. Daraus lässt sich wiederum grob ableiten, dass Modulationseffekte wie Chorus, Delay und Reverb hinter die Overdrive-Sektion gehören.
 

Wer billig kauft, kauft zweimal!

Bei der doch recht langen Signalkette sollte nicht an Kabelmaterial an dieser Stelle sparen. Freilich muss es nicht das im abnehmenden Mond mundgelötete und in Ozelotfell gehüllte 24-Karat-Goldstecker-Kabel sein, ordentliche Stecker von massiver Qualität und ein anständiges Kabel dürfen es dann aber doch sein.
 

Effekte, Effekte, Effekte!

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