Der richtige Umgang mit Kabeln

08.07.2019 07:55

Im folgenden Beitrag wir euch Tipps, wie die Strippen im Tour-Alltag richtig behandelt werden sollten, damit Verlässlichkeit über Jahre gewährleistet ist. Denn was nützt die teuerste Edel-Gitarre, wenn der Gitarrist nicht zu hören ist, weil das Bindeglied zwischen Amp und Instrument einen Wackelkontakt hat. Kabel sind also mit der gleichen Sorgfalt zu behandeln, wie alle anderen Komponenten, die irgendwie mit dem Sound der Musiker zu tun haben. Doch die Praxis sieht anders aus. Auf der Bühne wird das Material in der Regel deutlich stärker beansprucht als im
Studioalltag. Es herrscht eigentlich immer Zeitdruck während des Aufbaus oder Umbaus auf einer Bühne. Die Folge sind in die Ecke geworfene Kabel, Cases, die darüber rollen und gequetschte Leitungen. Musiker, die regelmäßig auf Tour sind, brauchen also Kabel, die solchen Belastungen standhalten und auch nach den beschriebenen Szenarien noch zuverlässig funktionieren. Ein Musiker, der sein Equipment nicht im Griff hat, wozu auch die Kabel gehören, wirkt unprofessionell und kann sich schnell nach einem neuen Job umsehen.

Mit der Road-Serie bietet der süddetusche Hersteller Cordial Kabel an, die den Anforderungen im Live-Betrieb standhalten und die typischen Eigenschaften besitzen, die sich auf der Bühne bezahlt machen. Dazu gehört neben der hohen Belastbarkeit, Beständigkeit, eine hohe Flexibilität und die Möglichkeit, das Kabel leicht aufzuwickeln.

Die Serie bietet Kabel in unterschiedlich konfektionierten Versionen, um alle Bereiche abzudecken, die für eine Live-Band notwendig sind. Doch auch das widerstandsfähigste Kabel sollte stets angemessen behandelt werden. Die nachfolgenden Tipps sollen euch dabei helfen, dass ihr eure
Kabel möglichst lange und störungsfrei verwenden könnt.

Kabel richtig aufwickeln

Wenn sich hilfsbereite Menschen nach Konzertende am Abbau beteiligen, was eigentlich gut gemeint ist, offenbaren sich danach in den Kabelkisten oft die merkwürdigsten Funde: Kabelsalat, Knoten und andere Misshandlungen. Es macht also Sinn, sich einmal ausgiebig mit dem richtigen
Aufwickeln von Kabeln zu beschäftigen. Dazu gibt es allein auf YouTube sehr hilfreiche Anleitungen.

Bevor das Kabel dann in die Kiste kommt, sollte es auf jeden Fall mit einem Klettband oder anderen Hilfsmitteln zusammengebunden werden. Ein Knoten oder eine Schlaufe mit den Steckern ist auf keinen Fall zugelassen. Wer das richtige Zusammenlegen einmal gelernt hat, wird beim nächsten Aufbau auch garantiert kein Problem damit haben, das richtig aufgerollte Kabel schnell zu verlegen, ohne erst verknotete Leitungen entwirren zu müssen.

Der richtige Stecker

Die Road-Serie setzt auf hochwertige Stecker der Firma Neutrik, die sich auf dem Markt als qualitativ hochwertiger Standard durchgesetzt haben. Während XLR-Kabel in der Regel während des Auftritts nicht umgesteckt werden, sieht das bei Instrumentenkabeln für Gitarren und Bässe ganz anders aus. Hierfür gibt es in der ROAD-Serie Klinkenstecker, die je nach Instrument entweder gerade (CRI PP) oder rechtwinklig (CRI PR) ausgeführt sind. Besonders Gitarristen sollten je nach Gitarrenmodell Wert auf die Ausführung legen.

Für Stratocaster-Modelle empfiehlt sich ein gerader Stecker, während Akustikgitarren mit einem Tonabnehmer am besten mit einem Winkelstecker betrieben werden sollten. Insbesondere wenn der Musiker mal auf sein eigenes Kabel tritt. Eine interessante Erfindung ist der Silent Plug von Neutrik, der durch einen Mechanismus knackfreies Ein- und Ausstöpseln ermöglicht, was nicht nur den Tontechniker freut, sondern auch die Ohren des Publikums schont. Solange das Kabel nicht fest in der Buchse sitzt, ist der Kontakt unterbrochen und es gelangt kein Signal durch. Die Road-Serie bietet mit dem Kabel CRI PP-Silent eine gerade Version und mit dem CRI RP-Silent eine abgewinkelte Variante an, bei der jeweils eine Seite mit dem Silent Plug bestückt ist.

Nur Qualitätskabel einsetzen
Minderwertige Kabel können den ganzen Auftritt buchstäblich sprengen. Gerade bei der Masse an Kabeln, die auf einer Bühne verlegt sind, ist es während der Show oft das sprichwörtliche „Nadel im Heuhaufen“-Suchen, um den Übeltäter ausfindig zu machen.
Also sollten lieber ein paar Euro mehr in zuverlässige Kabel, wie die der Road-Serie von Cordial, investiert werden.
Ob ein Kabel für mehrere hundert Euro im Studio wirklich immer besser klingt, ist ein Thema für sich. Auf der Bühne hingegen sind solche meist marginalen Sound-Unterschiede nicht relevant. Viel wichtiger ist hier eine gute Abschirmung, damit es keine störenden Einstreuungen gibt.
Gerrit Hoss

Die aktuelle Ausgabe 8/19 von SOUNDCHECK erhaltet ihr hier.

 

 

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