LED-Technik auf der Bühne

20.12.2016 15:20 | News, Veranstaltungstechnik

LEDs haben sich in der Licht- und Veranstaltungstechnik seit geraumer Zeit gegen traditionelle Leuchtmittel durchgesetzt. Niedrige Betriebskosten, höherer Wirkungsgrad und die Möglichkeit, Farben direkt mit dem Leuchtmittel - also ohne Farbfilter - darzustellen. Auf der Bühne schätzt man auch die im Vergleich sehr geringe Wärmeentwicklung der LED.

Bisher argumentierten die Verfechter der klassischen Leuchtmittel mit der höheren Lichtstärke der Gasentladungslampen und der als natürlicher und angenehmer empfundenen Lichttemperatur der Glühlampen. Aber auch diese Argumente verlieren mit der Weiterentwicklung der LED-Technik an Schlagkraft.

LED-Technik

Farben und warmes Licht
Mit drei farbigen LEDs (Rot, Grün und Blau = RGB) können alle gängigen Farben gemischt werden. Um ein möglichst perfektes Weiß zu erhalten, wird bei manchen LED-Scheinwerfern eine zusätzliche, weiße LED verbaut (RGBW).

Doch auch mit diesen Möglichkeiten war es bisher schwer, die angenehme Farbtemperatur von klassischen Leuchtmitteln zu erreichen. Also geht man mit RGBWA einen Schritt weiter und nutzt das vom Auge als angenehm empfundene, bernsteinfarbene Licht einer Amber-LED bei der Farbmischung.

Leistung und Lebensdauer
Gasentladungslampen sind äußerst leistungsstark und hell. Wer wurde nicht schon einmal vom gleißenden Licht eines Xenon-Scheinwerfers geblendet - im Straßenverkehr von modernen Luxus-Limousinen oder durch Projektorlampen, beispielsweise im Kino? An diese Leistung reichen LEDs noch nicht heran.

Aus diesem Grund werden mehrere LEDs gebündelt verwendet. Je mehr LEDs zu einer Lichtquelle zusammengefasst werden, desto lichtstärker wird sie. Da LEDs jedoch teurer sind als Entladungslampen, wird hohe Lichtleistung sehr schnell recht kostspielig. Dafür erreichen LEDs eine deutlich längere Lebensdauer als Gasentladungslampen. Ersatz-Leuchtmittel haben LED-Nutzer nicht mehr mit im Gepäck. Auf die Laufzeit gerechnet ist eine LED-Lampe deutlich günstiger - nicht nur durch den viel niedrigeren Stromverbrauch aufgrund des höheren Wirkungsgrads.

LEDs: Besser für die Umwelt
Auch wenn die Produktion von LEDs aufwändiger und energieintensiver ist als die von klassischen Leuchtmitteln, so enthalten sie doch keine Giftstoffe. Viele Entladungslampen enthalten Quecksilber, das äußerst giftig und schwer zu entsorgen ist.


Wer tiefer in das Thema Leuchtmittel und Lichttechnik allgemein einsteigen möchte, kann das mit dem "Handbuch der Lichttechnik" von Jens Mueller tun. In diesem Kompendium für den Praktiker werden alle für die professionelle Bühnen-Beleuchtung relevanten Themen ausführlich und leicht verständlich behandelt.

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