10-Stufen-Workout für mehr Speed!

26.02.2019 16:59 | Gitarre



Wer kennt sie nicht: Die heimlichen Sehnsüchte und Gelüste einsamer und eigentlich doch zum Weltruhm berufener Gitarristen. Sie eifern nur dem einen großen Traum nach; er fordert ihrem Leben ein so hohes Maß an Aufopferung ab, dass es schon an Selbstzerstörung grenzt. Jeder Gitarrist vermutet insgeheim: Es ist der einzig entscheidende Parameter für ein erfülltes Gitarristen-Leben – das Speed-Picking. Wir stellen euch hier fünf wertvolle Tipps vor, mit der ihr eure Anschlagsgeschwindigkeit in bisher unerreichte Hemisphären katapultieren könnt!


#1 Geschwindigkeit lebt von Wiederholung und Kontrolle. Diese beiden Parameter sind essentiell für ein sauberes Gitarrenspiel – vollkommen unabhängig vom Inhalt. Seien es Akkorde, sei es Legato-Technik oder auch Country-Fingerstyle: Wer sein Spiel auf ein hochwertiges technisches Level bringen möchte, sollte sich vor allem mit Alternate-Picking auseinandersetzen!

#2 Technik ist nur ein Werkzeug. Alternate-Picking ist quasi der Hammer in eurem Werkzeugkasten. Er ist für wirklich viele Arbeiten wichtig, aber schlussendlich zählt immer, was ihr damit kreiert. Auch der beste Hammer ermöglicht kein solides Dach auf dem Haus. Ohne Hammer sieht es allerdings erst recht schlecht aus.

#3 In den ersten zwei Wochen solltet ihr ein ziemlich gleichbleibendes und langsames Tempo spielen, um Alternate-Picking erst einmal zu lernen. Wer zu schnell das Tempo steigert, wird nie richtig schnell und und vor allem sauber. Auch wenn ihr die Übungen kognitiv (also so „Gehirn-mäßig“) versteht, heißt das noch lange nicht, dass ihr sie auch sauber ausführen könnt – gebt eurem Gehin und euren Muskeln Zeit.

#4 Manchmal braucht es etwas Zwang und den Willen, schneller spielen zu wollen. Wenn ihr dabei zu sehr verkrampft, spielt die langsamen Passagen einfach etwas länger, damit sich die Muskeln wieder beruhigen.

#5 Geschwindigkeit lebt von Wiederholung, da ihr euch nur so die Bewegungsabläufe genau einprägt und diese so immer effizienter ausführen könnt. Es geht bei diesen Übungen nahezu ausschließlich um das Erlernen und Optimieren von Bewegungsabläufen. Das ständige Wiederholen kann langweilig sein, aber haltet durch; es zahlt sich aus. Dabei handelt es sich nicht um extrem musikalische Übungen. Sie sind sehr praxisnah, aber müssen nichtsdestotrotz in euer Spiel mit eigener Kreativität eingebunden werden.

Das komplette 10-Stufen-Workout für mehr Speed könnt ihr in guitar 03/2019 nachlesen - direkt bei uns im Shop bestellen!

Text: Tobias Mertens
Foto: C Brandon/Referns

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