Steven Slate Drums SSD5

28.02.2019 16:07

Wer nach hochwertigen Drum-Samples sucht, kommt an Steven Slate Drums kaum vorbei. Was als Sample-CD begann, hat sich über die Jahre zu einem mächtigen Werkzeug für virtuelle Drums entwickelt. Version 5 ergänzt nunmehr weitere Sounds und Funktionen.

Steven Slate Drums SSD5

Steven Slate ist eine feste Größe im Bereich der Drum-Samples. Neben den hier getesteten Steven Slate Drums (SSD) sind vor allem Slate Trigger, ein Plug-in, mit dem sich akustische Schlagzeugaufnahmen mit Samples klanglich aufwerten lassen, sowie zahlreiche Effekt-Plug-ins weit verbreitet. Mit Version 5 erhalten die Steven Slate Drums nun ein großes Update.

Schon Version 4 bot herausragende Sounds und war bei seiner Veröffentlichung State of the Art. Das Update wird nun den Entwicklungen der letzten Jahre gerecht und offeriert gleichzeitig 50 neue akustische Schlag­instrumente. Insgesamt sind 77 Snares, 84 Bassdrums, 58 Toms sowie eine Vielzahl von Becken und Hi-Hats an Bord, dazu eine Grundauswahl von Percussion-Instrumenten und elektronischen Sounds.

Ebenfalls punktet SSD5 mit dem sogenannten Physically Modeled Drum Playback Algorithm, mit dem auch die älteren, ebenfalls enthaltenen Libraries Deluxe 1 und Classic besser klingen sollen als in der Vorgängerversion. Das Gesamtpaket wird von einer großen Auswahl vorproduzierter MIDI-Grooves abgerundet. Diese sind in fünf Stilistiken kategorisiert und können direkt in die DAW importiert und dort weiterbearbeitet werden.

Erster Eindruck

Die übersichtliche, etwas betagt wirkende Bedienoberfläche wirkt vertraut. Die wesentliche Neuerung ist die neue Libary Deluxe 2. Insgesamt gibt es also drei Libraries. Diese sind in stilistische Kategorien unterteilt, die wiederum verschiedene vorkonfigurierte Drumkits enthalten. Dabei überzeugen mich die vielseitigen Bearbeitungsmöglichkeiten, mit denen sich etwa einzelne Artikulationen oder die Stimmung der Trommeln verändern lassen. Die dynamische Ansprache lässt sich sogar für jedes Sample innerhalb der mehrfachen Dynamikschichten separat einstellen.

Das wird zwar schnell zu einem Nerd-Projekt, bietet aber die Möglichkeiten, einen eigenen Sound zu finden. Wem das vorkonfigurierte Kit nicht gefällt, kann die Samples einfach per Drag & Drop austauschen. Neu ist zudem ein Sample Editor, über den sich bis zu 32 eigene Samples im WAV-Format laden, bearbeiten und spielen lassen. Darüber hinaus lässt sich SSD5 auch um optionale Sample-Pakete erweitern. Derzeit sind Erweiterungen von Chris Lord-Alge, Blackbird, David Benedeth und Terry Date im Angebot, die zwar bereits für SSD 4 produziert wurden, aber kompatibel zur neuen Version sind.

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in KEYS 04/2019 – die Ausgabe können Sie direkt hier im Shop bestellen.

Text: Manuel Knigge
Foto: Steven Slate Drums

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