Test des Notensatzprogrammes Lugert Forte 9

14.02.2018 10:33 | Testberichte, Musikproduktion

 
Ob zu Lehrzwecken oder auch, um eigene Computerarragements und -kompositionen von echten Musikern spielen zu lassen – ein Notensatzprogramm gehört zur Grundausstattung jedes ambitionierten Musikers. 
 
Versionen und Preismodelle
Forte ist in drei Versionen erhältlich, angefangen bei Basic (19 Euro) über Home (89 Euro) bis zu Premium (189 Euro). Daneben gibt es vergünstige Preismodelle für den Schulbereich. Die uns zum Test vorliegende Premiumversion lässt im Funktionsumfang mit maximal 32 Notenzeilen pro System und 4 Stimmen pro Notenzeile, eigenem Player und sogar der Möglichkeit, Videos zu vertonen, auch für Profis kaum Wünsche offen. Konzeptionell sind aber sicherlich eher Einsteiger und Pädagogen im Fokus der Entwickler. Diese sollen sich durch ein ansprechend gestaltetes Programm nicht von der Komplexität der Notation abgeschreckt fühlen, sondern vielmehr einen einfachen Zugang zu dieser erhalten. 
 
Funktionsweise und Ausstattung
Die neue Version 9 ist nach wie vor nur für PC erhältlich und nun sehr klar und übersichtlich gegliedert. Besonders die Eingabepalette, die viele Notationselemente sinnvoll bündelt, sorgt für schnelles Arbeiten. Die Noteneingabe kann mit Maus und Tastatur oder per virtueller Klaviatur erfolgen. Anfänger werden unter anderem durch automatisch gesetzte Pausen unterstützt. 
Auch die alternative Darstellung der Noten in der Pianorolle ist ein sinnvolles Feature. Die Transkription von Audiomaterial sowie die Akkorderkennung können allerdings nicht immer überzeugen, ebenso wie das Einlesen eingescannter Musikstücke. Unter den Importmöglichkeiten sind besonders XML und MIDI für Computermusiker interessant. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die fünf Fonts bieten ein ansprechendes Druckbild. 
 
Fazit
Wer bisher noch kein Notensatzprogramm benutzt, findet hier einen einfachen und preisgünstigen Einstieg. Mit der Home- oder Basic-Variante erhalten auch Nutzer von DAWs ohne Notensatzfunktionen ein sinnvolles und günstiges Add-On. Per Upgrade auf die Premium-Version kann man dann auch komplexe Scores realisieren.
 
Lesen Sie mehr über Musik-Softwareneuheiten in der tastenwelt-Ausgabe 2/2018.

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