Video-Mapping im Theater

09.11.2018 16:56 | Veranstaltungstechnik


Das Bühnenbild der Aufführung Carmen auf der Seebühne Bregenz (Foto: Ralph Larmann)

Video-Mapping ist eine aktuelle Technologie, mit der Videobilder auf verschiedene Oberflächen gespielt werden können – auch wenn diese nicht glatt wie eine Leinwand sind. Auch das Format des zu bespielenden Objekts spielt keine Rolle.

Möglich machen das leistungsstarke Mediaserver mit der passenden Software und natürlich die aktuellen, leistungsstarken Projektoren. Die Mediaserver machen es auch möglich, mehrere Projektoren gleichzeitig für ein großes Bild zu verwenden. So konnten z.B. schon die Fassaden ganzer Straßenzüge oder der komplette Hoover-Staudamm als Projektionsfläche genutzt werden.

Inzwischen ist diese Technik auch im Theater angekommen. Komplexe und interaktive Bühnenbilder können durch diese Technik mit Videoprojektionen erstellt werden. So kann die Bühne um eine weitere, virtuelle Ebene erweitert werden.

Ein Beispiel für die Verwendung von Video-Mapping im Theater war das Bühnenbild zur Aufführung von Bizets Carmen auf der Seebühne in Bregenz. Dort bauten die Bühnendesigner ein überdimensionales Kartenspiel, das als Projektionsfläche genutzt und von sechs Hochleistungsprojektoren bespielt wurde.

In Rom ist zur Zeit mit der immersiven Show „Giudizio Universale: Michelangelo und die Geheimnisse der Sixtinischen Kapelle“ eine 270°-Projektion zu sehen, welche die Entstehung der Fresken in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan erzählt.

Beide Projekte sind im aktuellen pma Sonderheft Theatertechnik ausführlich beschrieben. Natürlich mit allen wichtigen technischen Fakten und beeindruckenden Bildern.
 

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