Yamaha ohne Instrumenten-Ausstellung auf der Musikmesse

27.03.2019 17:34 | News, Schlagzeug, Klavier und Keyboard, Blog, Gitarre

2019 stellt Yamaha auf der Musikmesse nicht mehr im Portalhaus aus (Foto: Messe Frankfurt GmbH / Petra Welzel)

Yamaha hat seinen Messeauftritt auf der Musikmesse dem neuen Konzept in Frankfurt angepasst und stellt neben der Prolight + Sound nur noch in der Business-Halle 4.1 aus. Wir haben Michael Stöver, Dept. Senior Director, Branch Management der Yamaha Music Europe GmbH zu den Hintergründen befragt.


Yamaha hat sich dazu entschieden den Auftritt auf der Musikmesse in seinem Umfang zu reduzieren. Warum stellt Yamaha nicht mehr im Portalhaus oder im Forum aus?
Michael Stöver: Das Portalhaus kam für uns aufgrund der Verschiebung der Musikmesse auf die vordere Fläche in Halle 3 per se nicht mehr in Frage, da ja auch die Hallen 11 und 9 gar nicht bespielt werden. Wir wären im Portalhaus weit ab vom Messegeschehen platziert gewesen, das hätte gar keinen Sinn gemacht. Das Forum ist für das neue Yamaha-Konzept schlicht zu groß.

Warum hat sich Yamaha entschieden, nicht auch im öffentlichen Bereich der Musikmesse, also in der Halle 3 auszustellen?
Michael Stöver: Auch hier beziehen wir uns auf die vorgegebene Ausrichtung seitens der Messe für den MI-Bereich. Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurde der Samstag für 2019 offiziell als Messetag abgeschafft. Aus unserer Sicht ist der Samstag jedoch der entscheidende Tag, an dem das breite Publikum vom Einsteiger bis zum Profi das Angebot von hunderten von Ausstellern im Bereich der Musikinstrumente nach Herzenslust antesten, ausprobieren und dazu jede Menge Künstler hautnah erleben kann. Ohne den Samstag macht eine so große Aufmachung, wie Yamaha sie bisher umgesetzt hat, wirtschaftlich keinen Sinn. Und lediglich den Auftritt verkleinern wird unserem Anspruch nicht gerecht. Für das große Sortiment an Instrumenten benötigt Yamaha eine entsprechend große Fläche, um es auch hochwertig, umfangreich und aussagekräftig umsetzen zu können. Daher haben wir uns entschieden, für 2019 komplett auf eine Instrumentenausstellung zu verzichten. Das heißt aber auch ganz klar, dass wir auf der Messe dem Anwender leider keine Möglichkeit bieten können, unsere Instrumente in die Hand zu nehmen. Wir werden 2019 unseren Anwendern und Fans auf anderen Events die Möglichkeiten zum engen Kontakt zu Yamaha geben.

Wo sehen Sie Chancen für die Musikmesse eine Trendwende zu schaffen?
Michael Stöver: Aus unserer Sicht müssen zwei Dinge geklärt werden. Erstens: Wie gehen Musikmesse und Prolight + Sound auf Dauer so zusammen, dass jeder zufrieden ist? Und zweitens: Will die Messe B2B oder B2C oder eine Balance von beidem sein? Eine reine B2B-Messe schrumpft um 70 bis 80 Prozent. Damit müssen und können wir auch leben und werden dann unsere B2CAktivitäten anderweitig ausrichten.

Mehr zum Thema sowie ein ausführliches Interview mit dem neuen Gibson CEO James JC Curleigh und Stimmen aus dem Handel zur Musikmesse lesen Sie in der März Ausgabe von das musikinstrument

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