Zoom Q2n-4K: Allroundlösung

29.03.2019 11:55 | Testberichte

Die Visualisierung der Musik wird in Zeiten von YouTube, Instagram, Facebook & Co. für aufstrebende Bands immer wichtiger. Wer seine Musik unter die Leute bringen will, kommt ohne Video-Content nicht sonderlich weit. Doch professionelle High-End-Videos zu drehen ist nach wie vor verhältnismäßig teuer. Kein Wunder also, dass viele Musiker nach neuen Lösungen suchen. Eine davon kommt nun aus dem Hause Zoom: Deren neuen Q2n-Handykamera verspricht hochwertige Bild-Aufnahmen im Hosentaschenformat, verbunden mit einer tollen Soundqualität, die auch spektakulär Live-Shows zu tollen „Promovideos“ für eure Band werden lässt.


Es werde Licht
Neben der 4K-UHD-Fähigkeit kommt die Kamera mit gleich 12 Presets, mit denen sich die Lichtverhältnisse einstellen lassen. Damit sind sowohl Aufnahmen im Sonnenlicht als auch Recordings in kleinen, dunklen Clubs möglich, ohne dass vertieftes Fachwissen über das Lichtverhalten vonnöten sind.
Dank der High Dynamic Range (HDR)-Technologie und der Scene-Funktion ist so gut wie jeder Filmclip anständig ausgeleichtet. Für Drum-Videos, Live-Streams oder Proberaum-Performances ist auch die Tonaufzeichnungsqualität von bis zu 24 Bit/96 kHz erfreulich. Neben den genannten Einstellungsmöglichkeiten gibt es außerdem einen Lo-Cut-Knopf, der störende Tieffrequenzen entfernt, sowie eine Auto-Gain-Funktion, bei der sich das integrierte Mikrofon den äußeren Klangumständen schon einmal anpasst.


Mobilitätsgarantie
Die Q2n-4K kommt außerdem mit einem 150-Grad-Weitwinkelobjektiv und fünf sogenannten FOV-Einstellungen (Field-of-View), die von der Akustik- bis zur Metal-Performance das richtige optische Setting bieten. Kleiner Wermutstropfen: Das LCD-Farb-Display der Kamera ist nicht gerade ein High-End-Produkt, was aber gar nicht schwer ins Gewicht fällt. Dank eines Mini-HDMI-Anschlusses können die aufgezeichneten Aufnahmen in wenigen Sekunden in HD-Qualität auf einem Fernseher oder Monitor begutachtet werden.
Zum Abhören der Audio-Recordings wartet die Kamera mit einem Mini-Klinke-Kopfhörer-Ausgang auf, zusätzlich ist ein kleiner Lautsprecher verbaut, der immerhin für einen kurzen Check geeignet ist. Generell aber ist es nicht überraschend, dass Display und Speaker aufgrund ihrer Größe nicht den allerhöchsten Maßstäben entsprechen. Dafür braucht die Q2n-4K so gut wie keinen Platz im Koffer oder dem Proberaum und stellt eine ideale mobile Lösung dar.
Generell sind die Anschlussmöglichkeiten der Q2n-4K eine ihrer Kaufargumente: Die Kamera kann ohne Umstände mit einem Computer verbunden werden, um Live-Streaming auf Facebook, YouTube oder anderen Plattformen durchzuführen. Zusätzlich kann das Audiosignal direkt auf ein iOS-Gerät ausgegeben und somit für mobiles Podcasting und Musikstreaming genutzt werden.


Fazit
Für die meisten Bands dürfte der Besitz einer Kamera wie der Q2n-4K schon bald zum Standard gehören. Sowohl für Live-Aufnahmen als auch für Online-Streaming oder den kleinen, individuellen Videodreh erfüllt Zoom mit der kleinen, handlichen und leichten Kamera alle Wünsche. Der Preis von um die 250 Euro ist ebenfalls in einem Rahmen gehalten, der für den Großteil der Musiker machbar sein dürfte. Zwar kann die Kamera nicht mit High-End-Produkten konkurrieren – das muss und will sie aber auch gar nicht. Stattdessen ist die Q2n-4k von Zoom eine Allroundlösung für Musiker, die ihre Musik mit simplen Mitteln möglichst effektiv auch optisch in Szene setzen wollen.


Dominik Sauter

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