Scharfe Messer für laute Musik

19.07.2018 11:55 | Testberichte

 

Während man mit überschaubaren Mitteln den Klang von ­preiswerten Trommeln oft deutlich ­verbessern kann, bieten Becken praktisch keinen ­Spielraum für nachträgliches „Klangpimpen“. Deshalb sei im Zweifelsfall immer empfohlen, lieber ein paar Euro mehr in die Cymbals zu investieren. In der Herstellung kommen verschiedene Metalllegierungen zum Einsatz, bei denen Kupfer der zentrale Bestandteil ist. Ein ­armenischer Alchemist namens Avedis versuchte durch die Kombination verschiedener Metalle Gold herzustellen. Was er dabei im frühen 17. Jahrhundert fand, war zwar kein Gold, doch dürfte die heute unter dem Namen B20 bekannte Legierung weitaus mehr wert sein als schnödes klangtotes Edelmetall.

 

 

Avedis behielt sein Geheimnis für sich und fertigte fortan für den Sultan Becken von ­unglaublicher Klarheit und Klangfülle. Dieser dankte es ihm, indem er ihm den Namen Zildjian verlieh, was so viel wie „Sohn des Beckenschmieds“ heißt. Somit ist B20-Bronze – eine Mischung aus 80 Prozent Kupfer, 20 Prozent Zinn und Spuren von Silber – das älteste und ­bekannteste Material für die Cymbal-Herstellung. Neben der B20-Bronze, gibt es noch ­weitere Bronze-Legierungen, welche beim ­Beckenbau zum Einsatz kommen. So finden sich Bezeichnungen wie B12, B10 und B8 in jedem Portfolio namhafter Beckenhersteller. Die Zahl hinter dem B gibt dabei an, wie hoch der Zinn-Anteil im Kupfer ist. Je höher dieser ausfällt, desto geeigneter für den Beckenbau ist das verwendete Material.

 

Den kompletten Artikel findet ihr unter: Drumheads 03 2018

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