Buddy Holly: Der Tag als die Musik starb

26.01.2017 14:48 | News, Luftfahrt

Gegen 12.55 Uhr am 3. Februar 1959 hob vom Flugplatz Mason City in Iowa in den USA eine kleine Beechcraft Bonanza mit dem Kennzeichen N3794N ab. Die Maschine der Baureihe 35 hatte das charakteristische V-Leitwerk der frühen Versionen. Der 21-jährige Charter-Pilot Roger Peterson hatte drei Musiker als Fluggäste. Der Rock-n-Roll-Sänger Buddy Holly und zwei seiner Bandmitglieder wollten nach einem Konzert schnell zum nächsten Veranstaltungsort. Perterson hatte sich schon dreimal von der Flugkontrolle einen Wetterbericht geben lassen, der gutes Flugwetter vorhersagte, mit einer Wolkenuntergrenze von 1300 Metern oder höher und kräftigem Wind. Nicht mitgeteilt wurde ihm ein sich näherndes Schneefallgebiet mit Vereisungsgefahr. Während des Rollens zur Startbahn erbat der Pilot einen aktuellen Wetterbericht. Jetzt wurde die Wolkenuntergrenze mit 900 Metern angegeben und leichte Schneefälle angekündigt. Nach einem normalen Start stieg die Bonanza langsam und verschwand im Grau.



Buddy Holly und seine Mitreisenden sollten ihr Ziel nie erreichen. Am nächsten Morgen wurde das Wrack der Bonanza etwa acht Kilometer vom Flugplatz entfernt auf einem Acker entdeckt. An der Maschine wurden keine technischen Mängel festgestellt. Vermutlich hatte der Pilot im dichten Schneefall die Orientierung verloren. Beim Aufprall wurden die drei Passagiere aus der Maschine geschleudert, alle vier Insassen waren sofort tot.
1971 setzte der amerikanischen Sänger Don McLean den drei  Musikern ein Denkmal mit dem Song „Bye-bye Miss American Pie - The Day the Music died“ (Der Tag an dem die Musik starb).

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https://www.ppvmedien.de/Beechcraft-FliegerRevue-kompakt-9

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