Monitoring auf der Bühne

08.02.2018 12:15 | Veranstaltungstechnik


Die Performance rockt nur, wenn sie auf den Punkt kommt und den richtigen Groove hat. Das geht jedoch nur dann, wenn die Künstler sich und ihre Bandkollegen auch richtig hören können. Deshalb ist das Bühnen-Monitoring ein entscheidender Faktor für eine gute Performance.

Möglichkeiten für ein gutes Monitoring gibt es viele. Für jede Anforderung, alle Vorlieben der Bands und auch für jedes Budget. Die beiden beliebtesten Arten des Bühnen-Monitorings sind das konventionelle Monitoring und das In-Ear-Monitoring.



Konventionelles Monitoring

Die Verwendung von Monitorlautsprechern ist die am weitesten verbreitete und meist auch günstigste Variante. Viele Monitore sind in Wedge-Form konstruiert, damit sie platzsparend und im idealen Abstrahlwinkel hin zum Musiker auf dem Bühnenboden platziert werden können. Normalerweise wird ein Wedge-Lautsprecher pro Musiker gerechnet.

Braucht man mehr Power oder eine bessere Flächenbeschallung, können extra Wedges oder Side-Fills dabei helfen, die komplette Bühne relativ gleichmäßig zu beschallen. Side-Fills sind entweder PA-Tops im Fullrange Modus oder komplette kleine PA-Anlagen mit Basslautsprechern – je nach Bühnengröße und benötigtem Sound.

In-Ear-Monitoring

Für deutlich weniger Lautstärke auf der Bühne und optimalen Monitor-Sound sorgt das In-Ear-Monitoring. Dafür sind spezielle In-Ear-Hörer notwendig. Günstige Modelle sehen den Consumer-Hörern sehr ähnlich und werden mit verschieden großen Ohrstücken aus weichem Plastik oder Schaumstoff dem Ohr angepasst. Eine perfekte Passform erreicht man jedoch nur mit speziell dem Ohr und Gehörgang angepassten Hörern.

Durch die gute Schall-Abschirmung der In-Ear-Hörer klagen manche Musiker, dass sie die Nähe zum Publikum verlieren, da sie deren Reaktionen nicht mehr hören können. Dieses Problem ist relativ leicht zu beheben. Mit Mikrofonen, die ins Publikum gerichtet an der Bühne installiert und nur auf die In-Ear-Mixes geschaltet werden.

Natürlich kann das In-Ear-Monitoring auch mit konventionellem Monitoring kombiniert werden. Nicht selten sieht man gerade auf großen Bühnen Side-Fills oder Drum-Fills. Bei den Drum-Fills werden dann oft nur die Bässe übertragen um den Druck der Bassrum für den Drummer spürbar zu machen.

Durch die Funkübertragung der Monitor-Mixes auf Bodypacks, an denen die In-Ear-Hörer angeschlossen werden, kann sich der Künstler nahezu frei auf der Bühne und im Publikum bewegen. Die einzige Einschränkung ist die Reichweite der Funkanlagen. Allerdings sollte man sich vor dem Kauf über die Einschränkungen und Regelungen bezüglich der Funkfrequenzen informieren.


In der aktuellen pma Ausgabe 1/2018 gibt es mehr Infos zum Thema Bühnen-Monitoring: Weitere Möglichkeiten des konventionellen Monitorings, 3D-In-Ear-Monitoring und wie der richtige Monitor-Mix funktioniert.

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