PA-Effekte sinnvoll Live einsetzen

10.05.2017 14:24 | Veranstaltungstechnik

PA-Effekte sinnvoll einsetzen
 
 
Der Effekteinsatz im Live-Betrieb birgt immer ein gewisses Risiko. Weiß der Mann am Mischpult nicht genau was er tut, kann sich der Einsatz von Effekten durchaus auch negativ auf den Gesamt-Sound auswirken. Da viele Mischpulte bereits über integrierte Effekte verfügen, ist es umso wichtiger genau zu wissen, was diese Effekte jeweils bewirken und wie man sie richtig einsetzt. Nicht dass aus einem Ohrenschmaus eine matschige Soundsuppe wird. Filgend geben wir euch ein paar Tipps, wie ihr hier zu einem guten Ergebnis kommt.
 
 
1. So wenig wie möglich Effekt auf die PA 
 
Wie bereits erwähnt, gilt die Grundregel: So viel Effekt wie nötig, so wenig Effekt wie möglich. Dies bezieht sich insbesondere auf die klangverändernden Effekte, wie Equalizer, Verzerrer, Flanger, Phaser und andere Insert-Effekte. Wird es beispielsweise notwendig, mit dem Equalizer durch extreme Einstellungen massiv auf den Klang einzuwirken, so liegt sicher ein Fehler bei der Sig-nalabnahme, in der Mikrofonwahl oder der Mikrofonpositionierung vor.
 
 
2. Besser eine hochwertige PA gemietet, als eine minderwertige gekauft
 
Auch wenn euer Budget für die PA-Anlage sehr begrenzt ist, solltet ihr immer auf die Qualität eurer Komponenten achten. Nur ein schlechtes Teil kann euch unter Umständen den gesamten Sound verderben. Reicht das Geld nicht für ein Neugerät, ist es besser, ein gebrauchtes Markenfabrikat zu kaufen, als ein neues, billiges Gerät.
 
 
3. Symmetrische Kabel wo möglich, unsymmetrische wo nötig
 
Achtet auf den Zustand eurer Kabel, insbesondere der auf der Bühne verwendeten Kabelverbindungen. Verwendet möglichst hochwertige Kabel, die vorzugsweise aus dem Hause Sommer Cable kommen und mit Neutrik-Steckern bestückt sein sollten, um Kontaktschwierigkeiten vorzubeugen. Achtet beim Fan-Out des Multicore-Kabels auf eine gute Zugentlastung, damit die sehr dünnen, lediglich mit etwas Schrumpfschlauch geschützten Kabel nicht dem Zug durch das Gewicht des Multicores ausgesetzt sind. Besteht mit der Kabelverbindung eines Kanals ein Problem, so macht es durchaus Sinn, mit der Fehlersuche bei den Fan-Out-Kabeln zu beginnen.
 
 
4. Externe PA-Effekte vor Show-Beginn testen
 
Als verantwortlicher Tontechniker solltet ihr vor dem Soundcheck mit jeder Band sprechen und abklären, ob Besonderheiten zu beachten sind. Gibt es beispielsweise ein Band-Intro oder andere Einspieler, so solltet ihr die entsprechenden Tonträger immer vorher testen, um sicherzustellen, dass das Abspielen während der Show keine Probleme macht. Bringt die Band spezielle Effektgeräte mit, sollten diese in jedem Fall spätestens beim Soundcheck getestet werden.
 
Weitere hilfreiche Hinweise zu diesem Thema findet ihr in der SOUNDCHECK 11/2016, die ihr hier nachbestellen könnt.
 
 

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