Peak EQ: Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten

11.12.2017 10:31 | Musikproduktion

Peak EQ Aufmacherbild

Im Gegensatz zu Shelving-Filtern lässt es sich mit dem Peak EQ – auch Glocken- oder (englisch) Bell Filter genannt – wesentlich präziser arbeiten. Wie er funktioniert und wann man ihn einsetzt, erfahrt ihr hier.

Dieser EQ-Typ erhielt seinen Namen aufgrund der Spitze (Peak) beziehungsweise der Einbuchtung in Glockenform (Bell), die er dem Frequenzgang beibringt. Peakfilter bearbeiten einen relativ genau bestimmbaren Frequenzbereich. In vollparametrischer Ausführung verfügen Peakfilter über Gain-, Frequenz- und Q-Potis. Mit Ersteren bestimmt man, wie stark angehoben oder abgesenkt wird. Über den Frequenzregler legt man hingegen die Mittenfrequenz fest, das heißt, den höchsten beziehungsweise tiefsten Punkt des Peaks. Mit dem Q-Poti bestimmt der Anwender dagegen die Güte, auch Q-Faktor genannt. Gemeint ist hiermit das Ausmaß des zu bearbeiteten Frequenzbereichs. Fehlt letztere Möglichkeit, spricht man von Semi-Parametrik.

Wann und wie setze ich einen Peak EQ ein?

Vollparametrische EQs eignen sich gut, um Störfrequenzen wie etwa ungewünschte Resonanzen auszumerzen. Am besten gehen Sie diesbezüglich wie folgt vor: Wählen Sie in Ihrem EQ eine hohe Güte – also einen schmale Bandbreite – sowie einen hohen Boost-Wert. Jetzt fahren Sie per Frequenzregler durchs Frequenzspektrum. Im Zuge dieser Frequenzfahrt wird die Störfrequenz deutlich hervortreten. Haben Sie die betreffende Stelle im Spektrum ermittelt, können Sie anschließend den Gain in diesem Bereich herunterregeln. Natürlich müssen mit vollparametrischen EQs nicht unbedingt nur Störfrequenzen abgesenkt werden – es lassen sich zum Beispiel auch bestens die charakteristischen Frequenzen eines bestimmten Instruments verstärken.

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