Roland Jupiter-Xm im Test

28.05.2020 12:50

Ein neues Flaggschiff, das etliche Synthesizer-Klassiker und Drum-Maschinen aus dem Hause Roland mit modernster DSP-Leistung samt Piano-Engine in sich vereint – das ist der Jupiter-Xm. Wird er den Jupiter-Legenden gerecht?

Der Jupiter-Xm ist schlank, leicht und damit auch für mobile Einsätze geeignet. Foto: Roland

Die Tage der noch häufig in Studios vorzufindenden Synthesizer-Burgen mit Roland-Klassikern aus vergangenen Dekaden könnten gezählt sein. Denn unter der Haube des neuen Jupiter-Xm soll sich die geballte Ladung an nachgebildeten Sounds von Roland-Synthesizern befinden. Das robuste Leichtgewicht (4,4 Kilogramm) mit seinen integrierten Lautsprechern, der Miniatur-Klaviatur und dem Batteriebetrieb dürfte insbesondere mobile Tastenliebhaber erfreuen.

Klangstruktur

Die ZEN-Core-Engine vereint ein Konglomerat aus analogem Modeling, Sample-basierten Klängen und einer RD-Piano-Engine bei konstant 32-stimmiger Polyphonie. Die Klangstruktur ist in vier Synthesizer (Tones) und einen Rhythmus-Part unterteilt. Der virtuell-analoge Part emuliert die „Models“ Jupiter-8, Juno-106, JX-8P und SH-101. Auf Sample-PCM-Basis agiert der JV-5080. Das Rhythmussegment umschließt unter anderem die Klänge der TR-808, TR-909 und CR-78. Die ersten vier Parts sind für die analogen Modelle reserviert, der fünfte Part dient den Drums. Für ein optimales Zusammenspiel und Layering lassen sich bis zu vier der Synthesizer-Modelle und ein Drumpart zu einer Scene (inklusive I-Arpeggio) bündeln. So entsteht ein komplexes Klanggebilde.

Scenes

Das Keyboard bietet Platz für 256 Scenes, die in 16 Soundbänken mit je 16 Scenes archivierbar sind, allerdings sind nur die ersten fünf Bänke ab Werk mit Scenes belegt. Die Scenes können über die gleichnamige Taste am rechten Rand angewählt werden. Ein Umschalten der Bänke wird darunter via Function-Taste umgesetzt. Diese Taste ist auch für die Editierung einzelner Parts zu betätigen. Zu den Vorzügen der ZEN-Core-Engine zählt die Flexibilität. So wird eine problemlose Kompatibilität zu anderen Roland-Geräten mit der ZEN-Engine gewährleistet, um Daten zu übertragen. Hinzu kommen die Expansionsmöglichkeiten für potenzielle zukünftige Soundmodule.

Bedienoberfläche

Die Anordnung der Bedienelemente ist sinnvoll und übersichtlich strukturiert, sodass sich zumindest geübte Spieler relativ zügig zurechtfinden dürften. Links oben ist die Lautstärkesektion inklusive der zwei Regler SL1 und SL2 sowie der Tasten S1, S2 und S3, die der Modulation spielender Klänge dienen. Anliegend ist der I-Arpeggio zur Bestimmung des Rhythmus- und Arpeggio-Typs. Die OSC-Klangerzeugung zur Festlegung der Wellenform, Tonhöhe, Lautstärke und Modulationsstärke sowie der LFO folgen nebenan. Im Zentrum findet sich dann das Display mit den entsprechenden Navigationstasten durch die Menüs. Rechts davon folgen das Filter, der Amp-Level und die Hüllkurven für Tonhöhe, Filter und Lautstärke. Die Intensität der Hüllkurve wird per Depth-Regler kontrolliert.

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in KEYS 06/2020 – die Ausgabe können Sie gleich hier im Shop bestellen!


Text: Carl-Philipp Schmeller

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