Synthesizer Presets: Nutzen oder vermeiden?

12.06.2017 17:01 | Musikproduktion

Synthesizer Presets
 
Wer mit Synthesizern Musik produziert, stand bestimmt schon einmal vor der Frage: Soll ich dieses coole Preset einfach nutzen oder so lange am Sound schrauben bis es mir genauso gut gefällt und eben kein Preset mehr ist? Argumente gibt es für Beides.

 

Presets und Kreativität

So gut wie jeder Synthesizer wird heute mit Presets ausgeliefert, oft sogar mit hunderten. Damit verfügt man meist schon über eine reiche Auswahl an Sounds, aus denen man ohne Probleme ganze Songs stricken kann. Zum einen erleichtert dies enorm eure Arbeit. Andererseits können Presets sich aber auch als Falle erweisen. Erstens können sie die Kreativität hemmen: Im Tal der unendlichen Möglichkeiten hat sich schon mancher verlaufen – und ist am Ende doch wieder bei seinem Lieblingssound gelandet. Zweitens möchte wohl nicht jeder, dass andere Produzenten, Musiker oder gar Otto-Normalhörer sofort sagt: „Den Sound kenne ich doch schon aus Song X!“  Wer Probleme dieser Art umgehen möchte, tut gut daran, eigene Sounds zu kreieren.

Presets als Basis

Dabei muss man ja nicht immer bei null beginnen. Oft können schon einfache Eingriffe wie etwa ein Filter, eine veränderte ADSR-Hüllkurve oder schlicht die Kombination mit weiteren Sounds viel bewirken. Auf der anderen Seite muss man aber auch nicht immer um jeden Preis versuchen, Presets abzuwandeln. Wenn bestimmte Klänge nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Hörers stehen, darf es auch ein unbearbeitetes Preset sein – gerade dann, wenn es um typische Sounds wie Streicher oder Ähnliches geht. Sich hier in Klangschrauberei zu verlieren, behindert nur den kreativen Fluss. Später kann man sich ja, wenn es noch notwendig erscheint, ans Finetuning machen.

 

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