Virtuelles Piano: Wie viel Realismus ist nötig?

05.02.2018 12:00 | Musikproduktion

Piano Realismus Aufmacherbild

Die perfekte Simulation eines Pianos ist nicht immer nötig, teils auch gar nicht gewollt. Wir klären, wie realistisch ein virtuelles Piano klingen muss. 

Das legendär scheppernde Piano des Korg M1 oder die Anfänge der House-Musik zeigen, dass solche Klänge durchaus stilbildend sein können. Daher kommen auf vielen Pop-Produktionen auch künstlich klingende Pianovarianten zum Einsatz. Dabei spielen Gründe wie Klangästhetik und Durchsetzungsvermögen eine Rolle. Je mehr Erfahrung man aber als Musiker mit dem echten Instrument hat, desto schwerer wird man sich mit einer einfachen Imitation tun. Eine halbwegs realistische Dynamikumsetzung und entsprechende Anpassungsmöglichkeiten sollten beim Einspielen mindestens vorhanden sein, auch wenn im Verlauf der Mischung der Kompressor wieder zuschlägt. Ob die Samples aber unbedingt vom zartesten Pianissimo bis hin zum hämmernden Fortississimo gesampelt sein müssen, hängt in erster Linie vom Einsatzzweck ab. In dichten Pop-Produktionen reichen wenige Dynamikstufen oft aus, um die nötige Lebendigkeit zu erzeugen. Im Filmmusikbereich lassen sich mit extremen Dynamikstufen und zusätzlichen Spieltechniken Effekte erzielen. 

Wenn ihr mehr zum Thema virtuelles Piano erfahren wollt, könnt ihr einen Blick in die KEYS-Ausgabe 09/2017 werfen, in deren Special wir das Thema ausführlich behandeln. 

Kommentar eingeben

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.